Deutlich steigende Strompreise: Debatte um Förderung erneuerbarer Energien heizt sich auf!

Nach der Bekanntgabe einer drastischen Erhöhung der Strompreise 2011 durch die Netzbetreiber folgen hitzige Debatten über die Förderung der erneuerbaren Energien. Durch die Sofortkredit_eKomi aktuelle Förderpraxis kommen auf die Haushalte in Deutschland 2011 deutlich höhere Kosten durch steigende Strompreise zu. Grund für die drastische Erhöhung der Strompreise im nächsten Jahr ist der Anstieg der Umlage gemäß dem Erneuerbare-Energien-Gesetz. Ab 2011 steigt die EEG-Umlage, die für die Förderung von Solarstrom, Windenergie und Strom aus Biomasse auf die Stromrechnungen der Verbraucher aufgeschlagen wird, um über 70 Prozent. Das bedeutet, dass die deutschen Haushalte ab 2011 3,5 Cent pro Kilowattstunde an EEG-Umlage bezahlen müssen. Medienberichten zufolge teilten die Netzbetreiber EnBW Transportnetze, Tennet, Amprion und 50Hertz diese Erhöhung am Freitag mit. Gemäß den Prognosen der Verbraucherschützer resultiert aus der Erhöhung der EEG-Umlage im kommenden Jahr ein Anstieg der Strompreise um durchschnittlich 8 Prozent. Der hauptsächliche Grund für die Erhöhung der EEG-Umlage ist der Ausbau der Solarenergie. Allein in den Monaten Januar bis August 2010 stieg die installierte Photovoltaik-Leistung in Deutschland um fast die Hälfte an. Aufgrund der am Freitag bekannt gegebenen Erhöhung der Strompreise ab 2011 wollen zahlreiche Wissenschaftler und Verbände eine Überprüfung der Förderpraxis der erneuerbaren Energien erreichen. Das Institut für Wirtschaftsforschung DIW und der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft VIK wollen sich für Einschnitte in den Regelungen des EEG einsetzen. Der Bundesverband der Energieabnehmer VEA will sogar erreichen, dass das EEG abgeschafft wird oder zumindest eine Deckelung für die Förderung eingeführt werden soll. Kritik an der Erhöhung der Strompreise durch die Subventionen für Erneuerbare Energien, die vor allem über Solar- und Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern von Ein- und Zweifamilienhäusern genutzt werden, übt auch der Deutsche Mieterbund. Der Mieterbund sei zwar prinzipiell positiv gegenüber der Nutzung erneuerbarer Energien eingestellt, stellt aber in Frage, ob dafür Subventionen in dieser Höhe von der Allgemeinheit bezahlt werden müssen. Bundesumweltminister Norbert Röttgen verteidigte die Subventionen von Ökostrom durch erneuerbare Energien, da die Kosten weitaus geringer seien als der ökonomische Wert, der durch die Nutzung erneuerbarer Energien resultiert. Zudem wurden durch diese Branche mittlerweile rund 340.000 Arbeitsplätze geschaffen. Dieses Argument weisen wissenschaftliche Institute zurück, da aufgrund der hohen Kosten durch die Förderung der Erneuerbaren Energien an anderer Stelle Arbeitsplätze wegfallen. Allen Argumenten pro und contra Förderung der erneuerbaren Energien zum Trotz: Für die Verbraucher werden wohl höhere Strompreise ab 2011 gelten. ©

Kommentarfunktion ist deaktiviert